Bereits im August hat Nora mit Nói einen Reitkurs bei Dr. Gerd Heuschmann besucht.
Da wir ja schon seit “Anfang an”, unsere Arbeit an der klassischen Dressur anlehnen und immer sehr stark auf die Biomechanik des Pferdes Rücksicht nehmen war der Reitkurs bei ihm eine sehr gute Überprüfung unserer bisherigen Arbeit und eine ganz tolle Gelegenheit zur Blickschulung, Weiterbildung und zum Meinungsaustausch mit Gleichgesinnten.

Die teilnehmenden Pferde waren ein bunt gemischt: Warmblüter in unterschiedlichsten Alters- (5-21) und Ausbildungsstufen, Quarterhorse und Criollo-Quarter-Mix, Friese-Warmblut-Mix und natürlich unser Isländer Nói.

Doch obwohl die Pferde und damit natürlich auch ihre Reiter so unterschiedlich waren, hatte Dr. Heuschmann für jede Paarung die richtigen Ansatzpunkte um Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schenkelsensibilität, Dehnunghaltung und damit verbundene Rückenaufwölbung, Biegung und noch so vieles mehr zu verbessern um schlussendlich den aktiv arbeitenden, schwingenden Rücken zu erhalten.
Im Laufe des Kurses wurde immer wieder sehr eindeutig klar, wie wichtig für diese Arbeit der Schenkel des Reiters und damit verbunden natürlich auch ein gut ausbalancierter, geschmeidiger Sitz ist.

Herr Dr. Heuschmann machte den Kurs durch sein enormes Wissen, seinen unglaublich guten Blick mit dem er schon die kleinsten Spannungsveränderungen bei den Pferden erkannte, hohes Einfühlungsvermögen, unglaubliches Engagement und nicht zuletzt seine dennoch lockere und humorvolle Art zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Für mich gab es somit nicht nur als Reiterin, sondern vor allem auch als Reitlehrerin enorm viele Möglichkeiten mich weiter zu bilden, neue Ideen und Ansatzpunkte zu entwickeln, bessere Erklärungen zu finden und wirklich ganz ganz genau hinschauen zu üben.

Unser Nói benahm sich in der fremden Umgebung einfach vorbildlich und war bei der Arbeit mit mir und Herrn Heuschmann sehr konzentriert und fleißig. Ein ganz besonders tolles Gefühl war es für uns als Herr Heuschmann die ordentliche Grundausbildung von Nói lobte (“Ja auch ein Isländer kann im Trab tatsächlich im Takt laufen” – “Einer von vielleicht fünf Isländern weiltweit, die ich bisher gesehen habe, der auf dem Zirkel so korrekt, gesetzt, im Takt und in Biegung galoppieren kann”).
In der weiteren Arbeit war es dann besonders spannend wie man die Dehnungshaltung und das aufwölben des Rückens auch im Tölt erreicht und auch wenn Herr Heuschmann mehrmals betonte, kein Gangpferdespezialist zu sein, konnte er doch auch im Tölt ganz genau sehen ob Nói sich nun korrekt an den Zügel heran dehnte oder nicht und ob die Hinterhand und Rücken wirklich ordentlich aktiv waren. Zu meiner großen Freude bekamen wir auch hier viel Lob von Dr. Heuschmann und somit die Bestätigung, dass ein Pferd auch im Tölt als Rückengänger geritten werden kann.

Leider waren die Fotobedingungen in der Halle nicht die besten daher gibt es nur zwei kleine Bilder im Tölt:

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